Graffiti Schnitzel-Jagd

GRAFFITI SCHNITZEL-JAGD MIT DER OBA UND INDIANER JONES

Ein besonderer Sommer bringt besondere Ausflüge. Warum?

Nicht wegen der Masken, der Abstands-Regeln, der mit Desinfektions-Mitteln gefüllten Taschen oder dem Gefühl von „Wir müssen sehr vorsichtig sein“.

Sondern, weil in einer Gruppe viel gelacht wurde, wir eine irritierte Friseurin kennenlernten, Indianer Jones dabei war und der Ausflug von Ehrenamtlichen begleitet wurde.

Ach ja, das Wort Schnitzel-Jagd ist gefährlich.
Warum? Dazu später mehr.

Start dieser Schnitzel-Jagd ist vor dem WerkStadt Gebäude der Lebenshilfe. Nachdem die Hygiene- und Abstands-Regeln erklärt wurden, ging es los.

„Unter mir sind Wiesen und die Pegnitz. Auf mir fahren viele Autos. Unter mir findet das Afrika Fest statt.“, liest Felix vor.

„Theodor-Heuß-Brücke“, antwortet Toni auf die Fragen.

„Auf geht’s, mir nach!!“, ruft Lev.

Er kennt den Weg und führt die Gruppe. Weiter vorne singt er die Titel-Melodie von Indianer Jones.

Jede*r erkennt die Melodie. Und sie passt gut in diesen Moment.

„YEAH! ICH HAB’S GEFUNDEN!!“,

freut sich Lev über die Entdeckung.

Die erste Frage ist schnell gelöst.

„An der Wand ist ein Bild mit vielen bunten .....“

„Pilzen“, sagt Jenny und hat das erste Lösungs-Wort.
Die nächste Aufgabe lautet:

„Bei diesem Bild steht auf englisch Equality is beautiful. Kannst du das übersetzen?
Wenn nicht, frage doch eine Person in der Nähe.“

„Was heißt beautiful auf deutsch??? 

Ich hab keine Ahnung.“, sagt Lev.

„Ihr dürft euch auch Hilfe holen´und Leute fragen.“, kommt von Sabrina.

Lev fragt eine Joggerin, die offensichtlich keine Lust auf Anhalten hat und wortlos weiter läuft.

Der zweite Versuch klappt. Eine Frau steigt vom Rad und übersetzt den Satz.
Die Begleiterin Sandy schaut ein wenig belustigt.

„Das ist meine Friseurin“, sagt sie.

Die Gruppe lacht...

 

„Schauen wir uns noch die anderen Graffitis an.

Es gibt viel zu entdecken“, sagt Sabrina.

JENNIFER

„Ich bin froh, dass ich wieder andere Menschen treffen darf.“, sagt Jennifer, die in der
Klaus-Dittrich-Wohnanlage lebt und uns später erzählt, in welcher WG sie davor gewohnt hat.

Ich frage sie nach ihren Hobbys. Zum Beispiel Fahrrad-Fahren und Schwimmen mag sie gerne. Ach, und Reisen darf natürlich nicht fehlen.

Leider musste ihre Reise in den Schwarzwald mit der OBA dieses Jahr Corona-Bedingt ausfallen.

Ihr Lachen hat sie sich natürlich behalten.

SABRINA

Sabrina ist ehrenamtliche Mitarbeiterin und ehemalige Praktikantin der OBA. Sie studiert Heilpädagogik.

Das Semester begann aufregend, das Corona-Virus hatte erste Auswirkungen auf das öffentliche Leben.

So arbeitete sie während des Lock-Downs neben der OBA auch in der Werner-Wolf Wohnanlage der Lebenshilfe.

Heute war sie Team-Leitung und hatte die Schnitzel-Jagd organisiert.

TONI

Toni ist schon ewig in der Lebenshilfe.

Er ist Mitglied im Vorstands-Beirat,

nimmt regelmäßig an der Ideen-Werkstatt der OBA teil

und hat schon verschiedenste Bereiche der Lebenshilfe hinter sich.

Sein Hobby, dem er mehrmals die Woche nachgeht, ist Schwimmen.

Vor allem im Frei-Bad.

„INDIANER JONES IST AUCH SCHON OFT VERDURSTET“

LEV

Das ist Lev. Er besucht unsere Tagesstätte für erwachsene Menschen mit Autismus, ist schon ewig in der OBA aktiv und dort sehr wichtig für die gute Laune.

„Mein Wasser ist leer.“, sagt Lev und möchte sich ein neues kaufen.

Es wird warm und es muss schnell gehen, denn „Indianer Jones ist auch schon oft verdurstet“, teilt er Sabrina mit.

Toni reagiert mit einem schelmischen Grinsen: „Wir sind hier am Schwimm-Bad. Geh ins Becken und nimm einen großen Schluck. Hunger hat er auch. Wann gibt es endlich die Schnitzel?“

Ok, das Wort Schnitzel-Jagd kann man auch falsch verstehen.

Die nächsten Hinweise lauten:

„Ich bin weiter weg vom Westbad.

Durch mich fahren Autos und Fahrräder.

Neben mir ist die U-Bahn Station Gostenhof.“

„HIER HABE ICH MAL GEWOHNT“

Bevor Jennifer in die Klaus-Dittrich Wohnanlage gezogen ist, hat sie hier in einer WG gewohnt.

In einem schön Altbauhaus zusammen mit vier Mitbewohner*innen.

PETER


Ist ehrenamtlicher Begleiter und die Schnitzel-Jagd ist sein erster Gruppen-Ausflug mit der OBA.

Er kam über einen Freund auf die Lebenshilfe, der schon länger dort arbeitet.

Regelmäßig begleitet er im familienentlastenden Dienst einen jungen Mann mit Behinderung.

Frage zur nächsten Station:

„Wo findet die OBA Disco statt?“, da gehen die Arme hoch, denn die Antwort kennen die meisten.

„Im MUZclub“, antwortet Jenny.

Auch Toni hätte es gewusst.

 

SANDY

„Schön, dass es wieder los geht“, sagt sie.

Ihr letzter Gruppen-Ausflug war noch im Frühjahr, als Gruppen-Angebote noch möglich waren.

Damals war sie mit einer Gruppe im Schwimm-Bad.

Sie studiert im Wirtschafts-Bereich und engagiert sich nebenher in der Lebenshilfe, ist in diesem Bereich sehr offen und würde zukünftig gerne noch mehr machen.

ÜBER DIE FÜRTHER STRAßE ZUM MUZCLUB

FELIX

Das war der erste OBA Ausflug für Felix. Den Tag hat er im Rahmen seiner Studien-Arbeit mit
Sabrina vorbereitet.

Er studiert dual Soziale Arbeit an der IUBH in Nürnberg. Er wird drei Jahre in verschiedenen Bereichen der Offenen Hilfen arbeiten.

Gerade arbeitet er ein Jahr im FED.
Danach wird er ein Jahr im Freizeit-Bereich und im
Anschluss im ambulant begleiteten Wohnen arbeiten.

„AUF ZUR EISDIELE“

So lautet der Lösungssatz aus den verschiedenen Stationen.

Eine Runde Eis für alle beendet diesen schönen Nachmittag.