Tarifrunde Sozial- und Erziehungsdienst 2022

Tarifrunde Sozial- und Erziehungsdienst 2022

Hier einige Auszüge aus den Branchenkonferenzen und unsere Forderungen:

Sichtbar werden! Strukturelle Unsichtbarkeit überwinden!

Situation:

  • Soziale Arbeit soll in allen Arbeitsfeldern im Hintergrund funktionieren - vergleichbar mit der täglichen (Für-) Sorgearbeit in Familien und Haushalten!
  • Gerade Soziale Arbeit mit den Schwächsten in unserer Gesellschaft soll möglichst unsichtbar sein, damit soziale Probleme nicht öffentlich werden. 
  • Soziale Arbeit soll möglichst günstig sein, um die öffentlichen Haushalte nicht zu belasten.
  • Anders als in der Produktion sind Ergebnisse der Arbeit nicht sichtbar, da es sich um Beziehungsarbeit mit Menschen handelt.

Wir müssen der Situation entgegentreten!

  • Unsere Arbeit sichtbar machen
  • Erhöhte Sichtbarkeit, die durch die Pandemie entstanden ist, nutzen
  • Der Sozialen Arbeit (m)ein Gesicht geben – auch persönlich erkennbar sein!
  • Fachlichkeit und Professionalität herausstellen
  • Notwendigkeit Sozialer Arbeit darstellen – Systemrelevanz : „Wir halten den Laden am Laufen“
  • Professionelle Soziale Arbeit kostet und kann nur geleistet werden mit guten Arbeitsbedingungen!
  • Die Thematik in die Mitte der Gesellschaft rücken und Verbündete suchen

Der Inhalt der ersten Verhandlungsrunde wird im Flugblatt beschrieben. Eine ernüchternde Angelegenheit.

Auch eine 2. Verhandlungsrunde hat bereits stattgefunden. Die Gespräche waren insgesamt erneut sehr enttäuschend.

Daher hat es ein einen weiteren Arbeitsstreik am 06.04.2022 gegeben. Aktive Kolleg*innen haben sich zu einem weiteren Treffen zusammengetan um die Aktionswoche in der ersten Maiwoche zu planen. Im groben steht die Planung fest.

Die Unterstützer:innen Kampagne läuft.

Wir sprechen gezielt Menschen an, die uns in unserem Kampf um bessere Arbeits- und Einkommensbedingungen unterstützen.

Das sind z.B. Menschen aus unserem Umfeld, um sie auch direkt vor Ort einbinden zu können oder überregional bedeutende Persönlichkeiten:

  • Menschen aus der (regionalen) Politik, Kultur
  • Personen des öffentlichen Lebens
  • DGB-Gewerkschaften
  • Aktionsbündnisse, Frauenbündnisse
  • Wohlfahrtsverbände
  • Hochschulen für Soziale Arbeit
  • Aktion Mensch, Kinderschutzbund, Pro Familia
  • Elternverbände, Schüler:innenvertretungen, Familienverbände, etc
  • Beschäftigte in anderen Bereichen der öffentlichen Verwaltung

Wie können die Menschen uns unterstützen?

  • durch ihre Eintragung auf der Unterstützer:innen-Webseite
  • durch Weitergabe unserer Informationen in ihren Kreisen
  • durch Teilnahme an den Aktionen vor Ort
  • durch eigene Aktivitäten

Unter dem Link https://mehr-braucht-mehr.verdi.de/unterstuetzerinnen sind die Unterstützer:innen zu finden.

Nochmal zur Erinnerung haben wir im Dezember 2021 gemeinsam mit dem Vorstand der Lebenshilfe Nürnberg e. V. eine Resolution zu diesem Thema gestartet.

Geantwortet sowie Ihre Unterstützung zugesagt haben nur die Bezirkstagsfraktionen der Freien Wähler und des Bündnis 90/ Die Grünen.

Was ist zu tun?

Laut, bunt und selbstbewusst sichtbar sein!

  • Eure Kolleg:innen mitnehmen und einbinden = Aktivierung
  • Für Verbündete und Unterstützer:innen sorgen
  • Verhandlungsrunden gut vorbereiten, unterstützen und begleiten durch:
    • zentrale und dezentrale Aktionstage
    • Arbeitsstreiks als Warnstreiks
    • Betriebsnahe Aktionen unter Einbeziehung der Unterstützer:innen
    • Streiktage für Teilbranchen
    • Transparenz und Vernetzung durch Videokonferenzen für Tarifbotschafter:innen

Folgende Aktionen sind geplant:

  • 02. Mai: Streik- und Aktionstag Sozialarbeit
  • 04. Mai: Streik- und Aktionstag der Kitas und des schulischen Ganztages
  • 05. Mai: Streik- und Aktionstag Behindertenhilfe
  • 16. und 17. Mai: Dritte Verhandlungsrunde
  • Ganz wichtig ist – Aktiv teilzunehmen und Tarifbotschafter:in zu werden.

Viele Kolleg:innen haben sich schon angemeldet. Auf gehts zur Anmeldung!

Auf der Kampagnenseite kann man sich noch ausführlicher informieren.

Wir hoffe auf eine weiterhin rege Beteiligung und einen erfolgreichen Abschluss.